Fotografieren mit Backdrops

Hallo,

schön, dass du hier bist 🙂

Ich bin Katy.
Vor 9 Jahren war ich der erste Anbieter bedruckter Fotohintergründe in ganz Europa.
Von Anfang an war mein Anspruch, Dir die Arbeit mit Backdrops so einfach wie möglich zu machen, damit Du Dich auf das konzentrieren kannst, was Du wirklich liebst. Die Fotografie.

Deshalb hab ich für Dich eine Dokumentation erstellt mit nützlichen Informationen rund um die richtige Auswahl und Anwendung von Fotohintergründen.

Ich würde mich freuen, wenn Du auch in Zukunft zu meinen Lesern zählen würdest.
Damit du nichts mehr verpasst, kannst Du Dich hier für meinen Newsletter anmelden.

Jetzt aber zu meiner Doku, die immer noch eweitert wird. Die aktuelle Erweitung geht über das Thema „Troubleshooting“, bei dem ich viele Probleme beleuchte die mit Backdrops auftreten können und eine Lösung dafür bereitstelle.

Also bleib auf jeden Fall dran, es kommen noch interessante Neuigkeiten in dieser Doku. Falls du eine Idee hast, was hier noch unbedingt angefügt werden sollte, bitte laß es mich wissen, ich freue mich über Deine Inspiration.

Aber jetzt erstmal: Viel Spaß beim Lesen!

liebe Grüße,
Katy

Backdrops – was ist das überhaupt?

Ihr habt sie alle schon mal gesehen, die tollen Wände und Böden der Fotostudios. Nun, keine davon ist echt. Kein Fotograf hat unzählige Fußbodenbeläge aus Holz in seinem Studio und ebensowenig zig verschiedene Tore, Wände und Dekorationen. Das Geheimnis sind Hintergründe, im Fachjargon backdrops genannt, speziell gemacht für die Studiofotografie. Ich erkläre Euch hier alles zum Fotografieren mit Backdrops.

Backdrops eignen sich für alle Arten der Fotografie, die in Räumen betrieben wird.
Egal ob im professionell eingerichteten Fotostudio oder im kleinen Homestudio, bei den Kunden zu Hause bei Homeshootings, egal ob Abiball- oder Abschlußballfotografie, oder bei Kindergarten- und Schulfotografie, Fashionshootings, Werbefotografie und Produktfotografie: Ein Foto-Hintergrund ist ein unverzichtbarer Helfer für jeden Fotografen.

Mit nur einem Boden und einem Hintergrund (oder einem Kombibackdrop) kann man jede beliebige Szene nachbilden. Böden bestehen meistens aus Holz- oder Steinmotiven. Dem Design der Hintergründe sind keine Grenzen gesetzt. Hier hat man eine große Auswahl an Motiven, was jedem Fotografen einen individuellen Gestaltungsspielraum lässt. Durch die vielen verschiedenen Designs passen sich die Foto-Hintergründe perfekt an Stil und Bedarf jedes Fotografen an.

Es gibt Fotohintergründe in verschiedenen Materialien. Die meist verwendeten sind hier Hintergrundkarton, diverse Planen und Textilien.
Sehen wir uns an, welche Materialien für Studiohintergründe normalerweise zum Einsatz kommen.

Materialien

Backdrops aus Papier

Am Anfang war das Papier. Jeder, der schonmal in einem Fotostudio war um sich fotografieren zu lassen, kennt die alten Studiohintergründe auf Papierrollen, die der Fotograf abrollt und die Kunden darauf ins beste Licht rückt.
Diese gibt es meist einfarbig in hunderten verschiedenen Farbtönen. Der Hintergrundkarton ist dabei auf einen Pappkern gerollt. Die Rollenlänge des Hintergrundkartons ist viel länger, als die Länge, die zu einem Shooting benötigt wird. Somit kann man durch Fußabdrücke oder andere Gebrauchsspuren untaugliche Stücke abschneiden und die Rolle ein wenig weiter abwickeln, um wieder einen unversehrten Hintergrund zu haben.
Der Hintergrundkarton ist sehr anfällig für Verunreinigungen und Schäden des am Boden liegenden Teils. Man sieht Schuhabdrücke, Kratzer, oft auch schwarze Schlieren der Schuhsohlen, die man dann in zeitaufwändiger Retuschearbeit bei der Bildbearbeitung wegretuschieren muss.
Deshalb muss man an Papierhintergründen desöfteren ein großes Stück abschneiden, um wieder einen einwandfreien Hintergrund nutzen zu können.
Hintergrundrollen aus Papier/Pappe sind somit einem starken Verschleiß unterworfen.
Dies ist weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll.
Ausserdem gibt es Papierhintergründe nur in Unifarben, ohne Struktur, ganz plan.


Mit bedruckten Hintergründen sieht das ein bisschen anders aus.

Bedruckte Backdrops

Auch bei den bedruckten Hintergründen gibt es verschiedene Materialien. Diese lassen sich grob in drei Kategorien teilen:

  • Textil-Hintergründe
  • Planen-Hintergründe
  • Drucke auf Platten (Holz, Kappa etc.)

Stoff Backdrops

Fotohintergrund aus Molton-Tuch

Das sich am längsten im Einsatz befindende Material für bedruckte Fotohintergründe ist Molton-Tuch. Diese Art backdrops sind zwar matt und leicht, haben aber das Problem, dass sie auf unbeschichtetem Stoff gedruckt sind, der keine gute Planlage hat. Stoff ist auch nicht abwaschbar, dafür Maschinenwaschbar. Aber die Farben waschen sich aus und man sieht wie bei einer Jeans „Waschkanten“ nach mehrmaligem auswaschen. Ausserdem müssen Moltonbackdrops sehr häufig gebügelt werden, damit sie faltenfrei hängen. Nun stelle man sich vor, man muss eine 2,5×5 Meter große Fläche mit haushaltsüblichen Bügelhilfen vor jeder Verwendung faltenfrei glatt bügeln. Jede Hausfrau wird sich die Haare raufen.

Das Fotografieren mit Backdrops aus Molton ist nicht mehr zeitgemäß, es gibt inzwischen weitaus praktischere Lösungen. Auch die Motivauswahl der Moltonbackdrops gehört oft in eine andere Ära.

Backdrops aus Displaystoff

Display-Stoffe und Fahnen-Stoffe haben zwei große Vorteile. Sie sind zumeist sehr matt und wenig anfällig für Knitter. Ausserdem sind sie geruchsfrei und auch umweltneutral, da sie mit Sublimationsdruck bedruckt werden können. Der Sublimationsdruck ist das umwelt- und gesundheitsschonendste Druckverfahren, das es gibt.
Display- und Fahnenstoffe sind aber in der Regel sehr dünn, was sich wieder negativ auf die Planlage auswirkt. Während sie am Hintergrundsystem noch eine gute Figur machen, liegen Sie auf dem Boden zwar glatt auf, verrutschen aber durch ihre leichte Textur sehr schnell und werfen dann unschöne Falten.
Problematisch wird es, wenn man zum Beispiel in der Newbornfotografie Körbchen und Bettchen darauf verschieben möchte. Das ist einfach nicht möglich.
Ebenso problematisch kann es bei Sitter- oder Kindergartenshootings werden. Die kleinen Wirbelwinde würden den Boden in Wellen legen 🙂

Aber Displaystoffe haben auch immense Vorteile.
Durch Ihre feine Struktur ist ein Foto-Hintergrund aus Displaystoff besonders gut für die Produktfotografie, Fashion-, oder auch Food-Fotografie geeignet. Backdrops aus Displaystoff sind völlig matt, reflektieren nicht und erlauben im Gegensatz zu den meisten anderen Materialien ein direktes Anblitzen.
Durch das umweltschonendes Druckverfahren mit Lösungsfreien Tinten sind Backdrops aus Displaystoffen absolut geruchs- und schadstoffrei und erhalten daher von mir einen grünen Daumen!

Backdrops aus Displaystoff bekommst Du hier <<klick>>
Das Material im Shop heiß: „ÖkoTex

Backdrops aus anderen Textilien

Es gibt diverse andere Texilien, die sich bedrucken und als Backdrop verwenden lassen.
Ein ganz besonderes Material möchte ich noch erwähnen, das SpiderTex.
SpiderTex ist einzigartig.
Es kommt eigentlich aus dem Messebau und ist zum einfachen Verkleben und Wiederablösen gedacht. SpiderTex hat aber auf der Rückseite, zum Schutz der Klebefläche, ein Vlies aufgeklebt. Wenn man das Vlies nicht ablöst, sondern dran lässt, wirkt dieses wie eine Anti-Rutsch-Matte und verleiht dem Material eine für ein Textil beachtliche Stärke.
SpiderTex ist also besonders formstabil und hat durch das Vlies eine außergewöhnlich gute Planlage. Durch diese Eigenschaft ist es auch für Böden sehr gut nutzbar. Es hängt außerdem einwandfrei am Hintergrundsystem und ist mit der Klammermethode zu befestigen.

Das Arbeiten mit Licht und Blitz stellt kein Problem mehr da, da SpiderTex absolut reflektionsfrei ist. Außerdem ist es geruchsfrei, dünstet keine Schadstoffe aus und ist mit dem umweltfreundlichsten aller Druckverfahren bedruckt.

SpiderTex ist eine echte Revolution bei den Backdrop-Materialien.
Hier kannst du mehr über dieses außergewöhnliche Backdrop-Material lesen <<KLICK>>

Backdrops aus Planenmaterialien

Backdrops aus Vinyl

Das inzwischen am häufigsten verwendete Material für Fotohintergründe ist Vinyl.
Dieses Material ist oft nichts anderes, als LKW Plane.

Vinyl hat eine sehr gute Planlage und lässt sich auch hervorragend am Hintergrund-System befestigen. Durch seine hohe Grammatur hängt und liegt es sehr gerade und zumeist faltenfrei.
Für das Fotografieren mit hellen, kleinen Backdrops ist Vinyl durchaus eine Alternative.
Mit zunehmender Größe und abnehmender Luminanz jedoch können Probleme auftauchen.

Vorsicht beim Vinyl-Backdrop-Kauf

Das größte Problem bei sehr günstigen Vinylbackdrops ist, dass sie oft reflektieren. Ein Foto-Hintergrund aus Vinyl hat eine glatte Oberfläche, der oft satte Farbauftrag tut sein übriges und man hat schnell hässliche Reflektionen auf seinen Fotos, die die Illusion des simulierten Raumes oder der simulierten Szene zerstören.

Ein zweites Problem ist, dass LKW-Vinyl-Planen nicht für den Einsatz in Räumen gemacht sind. Vielen Materialien fehlt die B1-Brandschutzzertifizierung, was einen rechtssicheren Einsatz im Studio, auf Messen, Veranstaltungen, in Schulen oder Kindergärten ausschließt.

Das dritte Problem ist der Geruch. Vinyl ist ein mit Chlor hergestelltes Produkt, welches eigentlich nicht für die Anwendung in Räumen gedacht ist. Deshalb können die Ausdünstungen schonmal ein ganzes Studio verpesten. Klar, auch dieser Geruch verfliegt irgendwann, man sollte Vinylbackdrops aber auf jeden Fall vor der Anwendung in einem gut belüfteten Raum ausdünsten lassen.

Achte auf hochwertige Vinyle

Es gibt zahlreiche Shops im In- und Ausland, die Vinylbackdrops verschiedener Qualität anbieten. Vinylbackdrops sind häufig günstig im Preis, da es Planenvinyl oft schon in sehr billiger Ausführung gibt. Abstriche bei der Qualität und daraus folgend Abstriche bei der Fotografierbarkeit muss man hierbei allerdings in Kauf nehmen. Gerade Vinylhintergründe aus den europäischen Billiglohnländern, aus Fernost und aus Übersee sind erfahrungsgemäß mit Vorsicht zu geniessen.

Aber nicht alle Vinylbackdrops sind schlecht. Es gibt inzwischen auch hochwertige Vinyle, die weder reflektieren, noch stinken und sogar eine B1-Brandschutzzertifizierung besitzen. Diese hochwertigen Vinyle haben allerdings auch Ihren Preis.

Vorsicht ist bei vermeintlichen Billig-Schnäppchen geboten: Wer billig kauft, kauft oft zweimal.
Die Studiohintergründe aus Vinyl von erdbeerdrops haben eine solide Qualität.
Diese bekommt ihr hier <<klick>>

Backdrops aus Vinyl-Coated-Canvas (VCC)

Ein Material, dass sich sehr gut bewährt hat, ist Vinyl-Coated-Canvas (VCC).
Die Basis eines solchen Fotohintergrundes ist ein Viskose-Gewebe, dieses wird beidseitig hauchdünn mit Vinyl überzogen.
Mit dieser Technik hat man alle der oben genannten Probleme beim Fotografieren mit Backdrops ausgemerzt.
VCC Backdrops knittern nicht (wie Molton-Tuch). Sie sind Abwaschbar und unanfällig gegen Verschmutzungen (im Gegensatz zu Papier). Die dünne Vinylschicht dünstet nicht aus (wie bei Fotohintergründen aus Vinyl) und doch macht sie den Fotohintergrund stabil, haltbar und für den Einsatz im Studio oder mobilen Studio optimal. Durch die rauere Oberfläche werden ausserdem Reflektionen vermindert, da das einfallende Licht gebrochen wird. Ausserdem ist VCC leicht an Gewicht und daher auch leicht zu handeln. Backdrops aus VCC können problemlos auch in großen Größen von einer einzelnen Person aufgehängt werden.
Da dieses Material aus dem Messebau kommt, ist eine B1 Brandschutzzertifizierung standard.

VCC ist sehr strapazierfähig. Es verträgt ebensogut Cakesmash- und Bade-Shootings, wie Schuhe, Tierpfoten und kleine Wirbelwinde, die im Set toben. Es ist sehr kratzfest, beständig gegen alle möglichen Strapazen. Sollte es doch mal knicken, kann man den Knick in den meisten Fällen mit Wärme entfernen (Siehe Tipps im Notfall)
Ausserdem liegt es sehr plan und hängt gerade und faltenfrei am Hintergrundsystem. Man kann es mit Hohlsaum oder Klammern aufhängen.
KURZ: Das VCC ist ein echter Allrounder
Backdrops aus VCC bekommt ihr hier <<klick>>

Fazit

Das besten für Studiofotografie geeigneten Materialien sind:

  • Für bewegte Shootings, wie Kindergarten oder Sittershootings, Cakesmash, Tiershootings u.ä. eignet sich das VCC am Besten. Es liegt stabil, hängt geradel, ist von allen Materialien das strapazierfähigste und ist vor allem abwaschbar.
  • Für Portraitshootings, Newbornshootings, und alle Shootings, bei denen man mit Licht und Blitzen arbeiten möchte, wie man will ist das SpiderTex die beste Wahl.

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Völlig kostenlos.


PhotoBoards (bedruckte Platten für Objektfotografie, Produktfotografie, , Flatlay-Fotografie, Foodfotografie etc.)

Zum Schluß möchte ich Euch noch etwas über PhotoBoards erzählen.

Diese sind kleinere, bedruckte Platten, die sich besonders für die Fotografie jeglicher Objekte eignen.
Sie sind auf stabilem Hartschaum gedruckt, der beidseitig bedruckt wird.

Mit nur zwei Platten kann man ganz easy ein Set aufbauen, ganz ohne Hintergrundsystem oder teure Halterungen, Fotoboxen etc.
PhotoBoards sind außerdem matt und vertragen es, nach Belieben ausgeleuchtet zu werden ohne unschöne Reflektionen.
Sie eignen sich allerdings nur für Gegenstände. Das Gewicht von Menschen würden sie nicht überstehen, sie bekämen Druckstellen.
Für Flatfotografie, Produkt- Food- und Objektfotos sind sie aber die ultimative und preisgünstige Lösung.
Zu unseren PhotoBoards geht es hier lang <<klick>>


Fotografieren mit Backdrops
Fotohintergründe in der Anwendung

Einzelbackdrops vs. Kombis (all-in-one)

Einzelbackdrops

Einzelne Fotohintergründe können sowohl als Hintergrund, als auch als Boden verwendet werden. Ob es mehr Sinn macht, einen Hintergrund auf den Boden zu legen, oder als Wand zu benutzen, ist immer ein bisschen Motivabhängig. Während man Holzhintergründe sowohl als Boden, als auch als Foto-Hintergrund nutzen kann, sind die meisten Motiv-Backdrops eindeutig als Hintergrund einzusetzen.
Um ein vollständiges Set zum Fotografieren mit Backdrops aufzubauen, benötgigt man auf jeden Fall zwei Fotohintergründe.
Den Backdrop, den man als Hintergrund verwenden möchte, befestigt man am Hintergrundsystem (Anleitung siehe hier) und hängt ihn so auf, dass der untere Rand mit dem Boden abschließt. Er sollte dabei den Boden berühren, aber nicht darauf liegen.
Den Hintergrund, den man als Boden (Floordrop) benutzen möchte, legt man auf den Boden und schiebt ihn etwas unter den Rand des Backdrops.
Den Übergang kann man dann mit einer herkömmlichen Fußbodenleiste kaschieren. In manchen Fällen ist der kleine Spalt im Übergang aber auch sehr charmant. Besonders wenn man mit zwei Holzhintergründen, einen als Backdrop, einen als Floordrop, arbeitet. Das vermittelt dann den Eindruck echten Holzes.
Der wohl unumstrittenste Vorteil von Einzelbackdrops ist, dass man sie immer wieder nach Herzenslust neu kombinieren kann und somit mit der Zeit eine sehr große Anzahl an möglichen Backdropkombinationen und damit simulierten Szenen hat.

Kombi-Backdrops (All-In-One)

Bei einem Kombi-Foto-Hintergrund sind Backdrop und Floordrop an einem Stück gedruckt.
Hierbei gibt es zwei Varianten, Kombi-Hintergründe mit fließendem Übergang und Kombi-Hintergründe mit klar getrennter Kante zwischen Back- und Floordrop.

Kombi-Backdrops mit fließendem Übergang

Bei dieser Art Kombihintergründe ist keine klar erkennbare Trennung zwischen Boden und Hintergrund vorhanden. Der Boden geht fließend in den Hintergrund über.
Dies kann bei einfarbigen, oder vollflächig gemusterten backdrops der Fall sein, oder aber auch bei gefadeten Backdrops, bei denen der Boden wie im Nebel verläuft, weshalb diese Art Backdrops auch oft „Nebeldrops“ genannt werden. Auch bei manchen Szenen-Hintergründen ist ein nahtloser Übergang vorhanden.

Beispiele von links nach rechts:
vollflächig gemustert, gefadet (Nebelbackdrop), Szenenbackdrop

Kombi Backdrops mit Hohlkehle
vollflächig gemustert, gefadet (Nebelbackdrop), Szenebackdrop

Diese Kombi-Fotohintergründe legt man am Besten in einer großzügigen Hohlkehle. Dazu befestigt man den Hintergrund an der Querstange des Hintergrundsystems und stellt die Höhe auf etwas weniger als halbe Backdropgröße ein. Bei einem 150x300cm Backdrop müsste man die Höhe der Querstange demnach auf ungefähr 140-145 cm einstellen.

Anschließend zieht man das auf dem Boden liegende Ende des backdrops so lange vom Hintergrund weg, bis man mit bloßem Auge erkennen kann, dass die Helligkeit von Hintergrund, Hohlkehle und Boden eine gleichmäßige Ausleuchtung hat. Den Bodenteil fixiert man dann am Besten mit einem Kreppklebeband, damit er nicht zurückrutscht.

ACHTUNG: Stelle sicher, dass Dir beim Shooting niemand in die Hohlkehle tritt und das gesamte Hintergrundsystem umwirft.

Kombi-Backdrops mit klar getrenntem Boden- und Hintergrundteil

Diese Hintergründe sind eigentlich wie zwei Einzelhintergründe, nur am Stück gedruckt. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht kaschieren muss, um den Übergang auf dem späteren Foto unsichtbar zu machen. Man benötigt keine Fußleiste und der Hintergrund kann nicht durch Luftbewegungen beim Shooting „weggewedelt“ werden. Die Retuschearbeiten werden somit weniger.
Bei diesen Hintergründen kann man nahezu alles miteinander kombinieren. Hier ein paar Beispiele:

Kombi-Backdrops mit Boden
Kombi-Fotohintergründe mit klar abgegrenztem Boden- und Hintergrundteil

Diese Kombis sollte man AUF KEINEN FALL mit einer Hohlkehle legen! Jede auch noch so kleine und knappe Hohlkehle bewirkt eine Hohlkehlenreflektion und man sieht ganz deutlich, dass es backdrops sind und keine echten Szenen.
Diese backdrops verwendet man am Besten geknickt. Dazu legt man sie mit der bedruckten Fläche nach oben auf den Boden und faltet sie einmal mittig (oder eben an der Übergangskante, wenn diese nicht mittig ist) mit einem scharfen Knick. Hierzu kann man sich ruhig ein Holzstückchen oder ein Holzlineal zu Hilfe nehmen, um den Knick richtig scharf zu machen. Hängt man dann den Hintergrundteil ans Hintergrundsystem fällt der Fotohintergrund in einem wunderbaren 90° Winkel.

Kombihintergründe haben zwar feste Böden und Hintergründe, aber auch hier kann man variieren, in dem man einen zweiten Boden über den der Kombi legt, oder den Kombibackdrop seitenverkehrt mit dem Boden Richtung Set legt und als Hintergrund einen weiteren Backdropp verwendet.

Benutzt man für die Aufhängung Klammern, kann man auch mehrere backdrops übereinanderhängen.

TIPP: die unbedruckte Rückseite eines hellen backdrops kann man prima als weißen Fotohintergrund verwenden.

Die richtige Backdrop-Größe

Immer wieder werde ich nach der passenden Größe für dieses und jenes Shooting gefragt.
Backdrops gibt es bei uns ja bereits ab einer Größe von 70×70 cm und nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt. Ok, die Rollenbreite der Materialien setzt hier eine natürliche Grenze, aber einige unsere Materialien können auch zu richtig großen Feldern vernäht oder verschweißt werden. Mit VCC und ÖkoTex ist das kein Problem.
Das VCC kann bis zu einer Breite von 4,80 und einer Länge von nahezu 10 Metern bedruckt werden.
Ebenso das Vinyl wobei ich letzteres aufgrund des enormen Gewichtes eher nicht empfehlen würde.

Unsere beiden Textilien können bis auf 3 Meter an der kürzeren Seite bedruckt werden. Länge: auf jeden Fall ausreichend!

Welche Größe für welches Projekt?

  • Business-Portraits und Bewerbungsfotos oder generell Headshots reicht 150×150 cm aus. 150×200 empfehle ich, wenn man Oberkörperportraits aufnehmen möchte.
  • Die ganz kleinen Fotohintergründe von 70x70cm und 100x100cm sind für Produkt-, Food-, und Objekt-Fotografen gedacht.
  • Ab 100cm eignet sich ein Backdrop schon für Newbornfotos (Flatfotografie). Hierbei wird das kleine Wesen in Detailaufnahmen aus der Vogelperspektive fotografiert. Mit 125×125 cm geht das etwas komfortbaler.
  • Ab 150x150cm sind Fotohintergründe schon für die Newbornfotografie am Hintergrundsystem geeignet. Auch für Sitter-Fotos reicht im Grunde 150x150cm aus. 175x175cm und 200×200 cm bieten hier aber deutlich mehr Komfort.
  • Ab dem Krabbelalter, wenn die Kleinen mobil werden, empfehle ich 200×200 cm für Boden und Hintergrund. Und man sollte spätestens jetzt anfangen, sich über den Erwerb eines Kombihintergrundes Gedanken zu machen. Warum? Lies den folgenden Stichpunkt.
  • Für Kindergarten- und Schulfotografie haben sich Kombibackdrops bewährt, da diese keinen Spalt zwischen Boden und Hintergrund haben und der Hintergrund nicht „verwedeln“ kann. Gerade bei den Wildfängen im Kindergarten, die auch gerne mal durch ein Set TOBEN, spart das jede Menge Retuschearbeit 🙂
  • Die beste Größe für Kindergärten und Schulen ist 200×400 cm. Wenn man nun ein Gymnasium fotografiert, sollte man über einen höheren Hintergrund nachdenken, denn Gymnasiasten, gerade die männlichen, sind mitunter schon recht groß. Durch die perspektivische Verzerrung müssten die jungen Männer recht nah am Hintergrund stehen, damit der Hintergrund optisch noch über den Kopf hinausreicht. Hier sind auf Wunsch auch Zwischengrößen möglich, bei denen der Bodenteil 200cm tief, aber der Hintergrundteil 250cm hoch ist. Wenn man nur Sitzfotos macht, muss man sich darüber aber keine Gedanken machen.
  • Für Familen- oder Weihnachts-Shootings und Ganzkörperportraits von Erwachsenen, auch Schwangeren ist 250x500cm die optimale Größe. Oder wahlweise 2 Teile á 250x250cm, je eines für Boden und Hintergrund. Je nach Motiv ist auch 300×200 im Hintergrund und 300×200 im Boden sehr vorteilhaft. Gerade bei Weihnachtshootings macht dies bei manchen Motiven Sinn.
  • Für Business-Portraits und Bewerbungsfotos oder generell Headshots reicht 150×150 cm aus. 150×200 empfehle ich, wenn man Oberkörperportraits aufnehmen möcht

Die Motivauswahl des Backdrops

In dem Dschungel aus verschiedenen Backdrop-Motiven kann man sich schonmal verlaufen.
Ob man nun einen Struktur- oder Motiv-Backdrop wählt, kommt aber ganz darauf an, was man fotografieren möchte.
Die Faustregel bei der Motivauswahl lautet: Wer viel dekorieren möchte, wählt einen schlichten Backdrop, wer sich eine Dekoflut ersparen möchte, kann mit einem Motivbackdrop arbeiten.
Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Motiv-Weihnachtshintergründe zum Beispiel reduzieren zwar die Anzahl der benötigten Dekoobjekte deutlich, aber sie sehen mit ein paar dazugestellten Elementen erst richtig gut aus.
Aber… Weihnachten ist ja nicht alle Tage und deshalb ist das wichtigste bei der Motivauswahl, dass das Backdrop-Motiv zu Deinem fotografischen Stil passt.
Motive mit Strukturen, Batikmuster und unifarbene Backdrops sind universell und nahezu für jedes Shooting einsetzbar.
Auch Backdrops mit verschiedenen Wänden, Steinen oder Toren machen sich gut und sind sehr neutral.

Alles andere ist reine Geschmackssache.

Backdrop-Problemfarbe BEIGE

Beigefarbene Backdrops in allen Farbschattierungen sind wunderschön. Sie werden immer gerne gekauft und genutzt. Sie sind zeitlos, universell und und geben tolle, warme und einladende Hintergründe für deine Fotos ab. Aber sie sind ebenso toll, wie problembehaftet.
Ich sag immer, beige ist ein Arschloch :p
Wenn man den ein und den selben beigefarbenen Backdrop an 10 Fotografen gibt, erhält man 25 verschiedene Farbtöne auf dem fertigen Foto.
Von sattem beige, über helles beige, bis gelblich, rosefarben und grau ist alles möglich.
Es kommt hier sehr stark auf das Licht und die Kameraeinstellungen an, wie das Ergebnis dann auf dem fertigen Foto aussieht.

Viele Faktoren machen die Farbe

Fotografierst Du sehr hell, entweder verursacht durch viel Licht oder durch eine längere Belichtungsdauer, graut der Backdrop auf dem Foto schnell aus oder wirkt fast wie weiß.
Bitte in dem Fall IMMER einen Backdrop wählen, der 2-3 Nuancen dunkler ist!!!!
Hast du bereits einen solchen Backdrop, dann versuche einfach die Belichtungsdauer zu verkürzen, in den meisten Fällen hilft das schon.
Fotografierst Du eher dunkel, kannst Du auch einen nur sehr leicht getönten Backdrop verwenden.
Es kommt auch stark auf das Licht in Kombination mit dem Weißabgleich an, ob der Backdrop tatsächlich beige, grau, rosefarben oder sogar „farblos“ wirkt.

Wenn Du dir nicht sicher bist, wie eine Backdrop-Farbe in Deiner Studiosituation wirkt, bestelle Dir erstmal ein DINA4 Muster.

Es wäre ja sehr ärgerlich, wenn du einen Backdrop in 2,5x5m bestellst und die Farbwirkung auf dem Foto entspricht dann so garnicht deiner Vorstellung. Bedenke bitte, dass wir dafür keinerlei Haftung übernehmen können und Du dann einen Backdrop hast, der nicht tut, was Du möchtest.
Fotografierst Du eher dunkler, treten solche Probleme eher seltener auf.
Trotzdem kann ein beigefarbener Backdrop aber ins rose-, gelb- oder sogar bläuliche abdriften.
Dies kann sowohl an der Farbe des Kunstlichtes (Blitz oder Dauerlicht) liegen, wie auch an dem Weißabgleich oder sogar an der Umgebungsfarbe in deinem Studio (farbige Wände zum Beispiel oder andere großflächige Farbeinwirkungen).
Sollte das der Fall sein, versuche die Umgebungsbedinungen zu ändern. Kannst Du die Umgebungsbedingungen nicht ändern, versuche es durch den Weißabgleich zu regulieren.

Wir haben ein beigefarbenes Motiv, dass eigentlich immer funktioniert. Dies ist der ed-j-049.
der sieht zwar auch bei jedem Fotografen ein wenig anders aus und wir haben auch damit schon von zartem bis sattem beige alles gesehen, aber er ist wenigstens immer beigefarben. er sieht auf dem Foto auch bei weitem nicht so gelblich aus, wie auf dem Vorschaubild.
Dennoch: Probiere lieber an einem kleinen Stück aus, ob es für dich und deine Studiosituation auch wirklich passt.

Noch ein paar Tipps:

Newbornfotos:

Achte darauf, dass die Elemente eines Backdrops nicht zu groß sind und sich das Hauptmotiv des Backdrops im unteren Bereich befindet, aber nicht ganz am Boden. Schön ist hierbei, wenn das Backdrop Motiv dein Set mit dem Neugeborenen „umrahmt“

Kindergarten- und Schulfotografie:

Achte auf die Farbauswahl des Backdrops. Die Kiddies oder Schüler kommen mit Kleidung in allen möglichen Farbtönen an. Der Farbton des Hintergrundes muss zu allen möglichen nur erdenklichen Farben der Kleidungsstücke passen und sich nicht mit ihnen beißen.

Eventfotografie:

Nimm etwas Neutrales! Bunte Hintergründe und auffällige Motive entsprechen nicht Jedermanns Geschmack.

Produktfotografie / Foodfotografie / Objektfotografie:

Hier eignen sich besonders gut Holz und Stein-Motive, Marmor, Beton, oder auch strukturierte Backdrops, wie Batikmotive oder unifarbene Motive mit ganz leichter Struktur

Setaufbau mit Backdrops

Da diese Art Fotohintergründe in der Regel nur als bedruckte „Plane“ seitens der Hersteller geliefert werden, benötigt man noch ein paar weitere „Zutaten“, um Backdrops auch einsetzen zu können.

Als erstes braucht man eine Aufhängung. Dazu genügt ein herkömmliches Hintergrundsystem (Zum Beispiel von Walimex). Dieses bekommt man in jedem Fotofachgeschäft, oder auch bei Amazon.

An den Querstangen eines Hintergrundsystems befestigt man dann die backdrop-Plane.

Aufhängen mit Klammern

Mit mindestens zwei Klammern, besser drei oder auch vier, je nach Breite des Backdrops, kann man den Fotohintergrund dann am Hintergrundsystem befestigen.

Hierbei ist auf eine gleichmäßige Höhe und faltenfreie Aufhängung zu achten. Es kann jederzeit nachjustiert werden.

Um einen Backdrop faltenfrei aufzuhängen, legst du ihn am besten mit der bedruckten Seite auf den Boden und mit der oberen Kante vom Set weg. Plaziere dann die Querstange deines Hintergrundsystems am oberen Rand ungefähr ungefähr doppelt so weit vom Rand entfernt, wie die Stange dick ist und richte sie gerade aus. Anschließend beginnst du in der Mitte des Backdrops, legst ihn um die Stange und befestigst die Klammern von innen nach aussen wie auf dem Bild abgebildet.
Wenn alles gerade aussieht, hebst du die Stange mit samt dem Backdrop auf die Stative des Hintergrundsystems. sollte noch etwas schief hängen, kannst du nachjustieren.
So lassen sich auch sehr große Backdrops problemlos alleine aufhängen.

Backdrops mit Klammern befestigen
Befestigung mit Klammern

Aufhängen mit Hohlsaum

Ein Hohlsaum bei einem Foto-Hintergrund ist eine Schlaufe am oberen Rand des backdrops. Dabei wird ein Stück Material umgeschlagen und verklebt oder vernäht.
In der Regel befindet sich dabei das komplette Motiv des Hintergrundes auf der Vorderseite des Backdrops, alles was nach hinten umgeschlagen wird ist unbedrucktes Material, damit nichts von der Größe des Motives verloren geht.
Durch die so entstandene Schlaufe kann man die Querstange des Hintergrundsystemes ziehen und den Foto-Hintergrund so ganz einfach aufhängen.

Backdrops mit Hohlsaum
Aufhängung mit Hohlsaum

Hohlsaum oder Klammern?

Wir empfehlen Hohlsäume bis zu einer Backdrop-Breite von 200cm. Darüber hinaus ist die Klammermethode sicherer. Viele Hintergrundsysteme biegen sich aufgrund des Gewichtes der Backdrops durch und dann entstehen unschöne Wellen. Das kann man mit der klammermethode viel besser ausgleichen. (Lies dazu auch diesen Abschnitt.)
Das große Problem sind hier die Teleskopstangen, die durch das Teleskopsystem in sich instabil sind, je weiter man sie ausfährt.
Abhilfe können hier Alukerne schaffen, die durch den Hohlsaum passen (wir können den Hohlsaum entsprechend anpassen) und die man über die Teleskopstange schiebt, oder auch Stecksysteme, statt Teleskopstangen. Die Steck-Teleskopstange von Walimex hat sich hier sehr bewährt.

Eine weitere Fehlerquelle ist, wenn die Stative des Hintergrundsystemes nicht gleichhoch sind, auch das macht Wellen beim Backdrop.

Wir bieten Hohlsäume dennoch für alle Größen an, da es durchaus Fotografen gibt, die auch mit sehr großen Backdrops lieber mit Hohlsäumen arbeiten und deren Aufhängung das auch absolut aushält. Die Entscheidung obliegt also Dir, ob Du einen Hohlsaum auswählst, oder nicht.

Anja Kuhn im Interview zum Fotografieren mit Backdrops von erdbeerdrops:

„Als ich die reflexionsfreien erdbeerdrops aus beschichtetem Canvas-Gewebe kennenlernte, war ich begeistert von der Vielfalt an Hintergründen und Böden. Eine Invasion vieler Ideen schwirrte in meinem Kopf herum. Mittlerweile habe ich eine ganze Kompanie an erdbeerdrops eingekauft.
Die Bestellung im Shop funktioniert reibungslos und wird sorgfältig bearbeitet. Auch Kundenwünsche werden rasch bearbeitet.
Geliefert werden die Backdrops und Floordrops auf einer dicken, stabilen Papprolle, die auch hinterher gut zur Aufbewahrung genutzt werden kann. Während des Postwegs sind die erdbeerdrops mit einem Kunststoffgewebe verpackt. Zusätzlich werden die Seitenteile perfekt geschützt, so dass keine Knitter im Gewebe entstehen können. Die Lieferung erfolgt sehr zügig, da die erdbeerdrops ohne Umwege direkt vom Hersteller zum Kunden geschickt werden.

Einfache Aufhängung

Die Floordrops werden einfach auf den möglichst teppichfreien Boden gelegt. Es ist ohne weiteres möglich mehrere Floordrops übereinander zu legen. Hierbei konnte ich noch nicht feststellen, dass ich gerutscht bin, obwohl ich bei Kunden zu Hause sehr gern ohne Schuhe fotografiere.
Als Aufhängung für die Backdrops nutze ich ein stabiles Hintergrundsystem, dabei wird eine Teleskop-Querstange auf zwei höhenverstellbare Stative geschraubt.
erdbeerdrops bietet dazu zwei verschiedene Möglichkeiten an: ein ebenflächiges Gewebe oder ein Backdrop mit Hohlsaum. Beide lassen sich an einem Hintergrundsystem befestigen.

Für die Hohlsaum-Variante schiebt man die bestehende Stange des Hintergrundsystems durch den entstandenen Tunnel am Backdrop. Hierzu benötigt man ein wenig Platz und am besten vier Hände, damit die Stange grade durch den Backdrop gleiten kann.

Bei der einfachen Backdrop-Variante nutze ich sogenannte Leimzwingen (oder auch bekannt als Holzklemmen) zum Befestigen. Diese gibt’s hin und wieder als Megapack in diversen Discountern oder einzeln im Baumarkt.  

Für die Backdrop-Aufhängung nutze ich zwei Leimzwingen einmal rechts, einmal links. Nach einmaliger, straff gezogener Aufhängung verrutscht nichts mehr und die Backdrops hängen ohne Falten und Wölbungen an der Stange.  

Bei sehr vielen Motiven und/oder Böden macht eine Bodenabschlußleiste (aus dem Baumarkt) einen sehr guten Eindruck. Diese befestige ich ebenfalls mit Leimzwingen. Ich nutze sie auch dazu, um die Leiste an den Backdrop zu „heften“.  

Die Befestigung einer Fußleiste dient nicht nur der guten Optik. Sie beschwert den Backdrop gleichzeitig und lässt ihn damit grade runter hängen. Bei einer guten Befestigung kann dieser nicht wabbelig an der Stange hängen. Man kann die Fußleiste zur Beschwerung auch HINTER den backdrop klemmen. So ist sie unsichtbar und trennt nicht optisch Boden von Hintergrund.

TIPP: sollte aus irgendwelchen Gründe der Hintergrund nicht genau an der Bodenleiste haften und sich dadurch nach hinten wölben, müssen die Leimzwingen neu justiert werden. Andernfalls hilft es auch, von hinten ein Kirschkernkissen oder ähnliches gegen den Backdrop zu legen.

Aufbewahrung:
Ich empfehle, erdbeerdrops stets liegend auf der mitgelieferten Papprolle oder auf Wasserrohre aus dem Baumarkt aufzubewahren. So rutscht das Gewebe auf der Rolle nicht nach unten und Kanten werden durch die waagerechte Aufbewahrung geschützt.
Damit Ihr Eure erdbeerdrops auseinanderhalten könnt, befestigt ein Foto mit dem jeweiligen erdbeerdrop-Design an der Seite mit einer Büroklammer.

Anja Kuhn

Das richtige Hintergrundsystem

Ein eklatant wichtiges Zubehör für die Arbeit mit Fotohintergründen ist das richtige Hintergrundsystem.
Am Besten eignen sich portable Hintergrundsysteme mit zwei Lampenstativen und einer Hintergrundstange.
Diese gibt es zumeist mit Teleskopstangen, die man auf eine Hintergrundbreite bis über 4 Meter ausziehen kann.
Genau darin liegt aber die Tücke!
Je weiter die Hintergrundstange ausgefahren ist, umso instabiler wird sie durch das Teleskopsystem. Sie hängt in der Mitte durch und gerade bei Foto-Hintergründen mit Hohlsaum entstehen dann häßliche Vorhangwellen. Je größer und schwerer der Studio-Hintergund, um so stärker die Biegung der Stange .

Wie meine inzwischen 8 jährige Erfahrung zeigt, nützt es auch nichts, ein Hintergrundsytem eines namhaften und ansonsten qualitativ sehr hochwertigen Herstellers zu verwenden. Auch wenn diese Hintergrundsysteme ihren Preis haben, sind sie für Fotohintergründe aus Stoff, Vinyl, VCC und Ökotex nicht optimal geeignet.


Die Lösung

Lange bevor ich mich mit backdrops beschäftigte und noch selbst fotografierte, hab ich mir ein Hintergrundsystem gekauft.
Dieses funktionierte tadellos. Als der Trend backdrops von den USA nach Europa schwappte und ich den ersten Backdrop-Shop Europas ins Leben rief, fiel mir oft auf, dass meine Hintergründe in egal welcher Breite perfekt am Hintergrundsystem hingen, während die unserer Kunden oft Vorhangwellen schlugen. Meistens sah man es schon auf den „Beweisfotos“ die mir die Kunden schickten, um die Wellen zu belegen.. die Querstange hing massivst durch!
Schnell war mir klar, es liegt am Hintergrundsystem! Meines war völlig anders aufgebaut, als alle Hintergrundsysteme, die ich sonst kannte. Ich suchte und suchte und fand es einfach nicht wieder… Neulich, GANZ ZUFÄLLIG, hab ich es beim googlen in einem Shop gefunden.

Es ist ein Walimex System mit einer Querstange, die eine Kombination aus einem Steck- und Teleskop-System ist. Durch den besonderen Aufbau der Querstange des Hintergrundsystems wird ein Durchhängen der Querstange verhindert und damit auch, dass Backdrops diese unscxhönen vorhangwellen bekommen.
Den Link dazu bekommt ihr in Kürze 🙂


Lagerung von Backdrops aus Plane

Einen Fotohintergrund aus einem Planenmaterial bewahrt man am besten gerollt auf.
Die Backdrops von erdbeerdrops werden gerollt geliefert, auf einem stabilen Pappkern. Dieser eignet sich auch perfekt zur Lagerung.
Hierbei sollte man beachten, dass der backdrop stramm auf den Kern aufgewickelt ist, ohne Luft dazwischen und eventuelle Hohlsäume immer aussen sind.
Bestellt man mehrere Backdrops auf einmal, werden die auf einem einzigen Pappkern geliefert. Möchte man alle seine Backdrops einzeln aufbewahren, eignen sich dafür prima Abflußrohre aus dem Baumarkt. Die kosten nicht viel und es gibt sie in ähnlicher Dicke, wie die Pappkerne. Die Abflußrohe haben überdies den Vorteil, dass sie an einem Ende dicker sind, was das Abrutschen der Fotohintergründe und damit ein Zerdrücken der Kanten verhindert.

Planenbackdrops immer gerollt lagern

Hat man ausreichend Platz, lagert man die backdrops auf ihrem Kern am besten stehend, an einer Wand angelehnt.

Im Laufe der Zeit haben viele Fotografen mit der ihnen eigenen Kreativität weitere unterschiedliche und sehr praktische Lösungen gefunden, um die immer größer werdende Backdrop-Sammlung in ihrem Studio unterzubringen.

Platzsparende Aufhängung gerollter Fotohintergründe

Ein paar Beispiele möchte ich Euch hier noch zeigen.

Backdrops richtig aufbewahren
Aufhängung mit Leimzwingen
Bild © Tessa Trommer

Beim obigen Beispiel wurden Mini-Leimzwingen an Holz-Leisten geschraubt und die Holzleisten an der Wand besfestigt. An den Leimzwingen kann man die Backdrops knapp eingerollt und ohne Kern in der Mitte aufhängen. Sie bekommen dadurch, dass sie frei hängen, keinerlei Druckstellen und sind immer sofort einsatzbereit.
Auf diese Weise kann man platzsparend eine Menge Fotohintergründe verstauen.

Achtet darauf, dass die Mini-Leimzwingen eine weiche Gummipolsterung an der Zange haben, damit die Backdrops keinen Schaden nehmen.

Es gibt Mini-Leimzwingen, die im Griff oben schon ein vorgebohrtes Loch besitzen. Diese sind optimal, da man die Leimzwingen durch dieses Loch ganz einfach auf der Holzleiste festschrauben kann.

Sollte eure Sammlung an Studiohintergründen so groß werden, dass der Platz nicht mehr ausreicht, hat uns die liebe Stephanie mit einer weiteren genialen Idee versorgt.

In Ihrem Beipsiel werden die Backdrops auf dünne Plastikrohe gerollt und mitsammt der Rohre an den Leimzwingen befestigt.
Und weil eine Reihe Fotohintergründe für die stattliche Sammlung von Stephanie nicht ausreichte, hat sie eine zweite Reihe mit Abstandshalter darüber eingefügt. Oben vorne hängen nun die kleineren Backdrops, während unten dahinter die Größeren hängen.

Stephanie hat uns eine bebilderte Bauanleitung mitgeliefert

Halterung für Backdrops selber bauen

Lichtsetzung mit Backdrops

Backdrops und Lichtsetzung sind eine Wissenschaft für sich. Wer bislang nur mit Papierhintergründen gearbeitet hat, wird sich umstellen müssen. Aber es lohnt sich und grundsätzlich ist auch mit Lichtsetzung jede Art von backdrop fotografierbar. Worauf es ankommt, ist das richtige Material.

VCC ist leichter zu fotografieren, als jegliche Art von Vinyl, egal wie gut es angepriesen wird. Dennoch muss man zumindest bei sehr dunklen backdrops auf die Lichtsetzung achten. Öko-Tex hingegen verzeiht beinahe alles.

Nun aber ein paar Tipps, wie du so reflektionsfrei wie möglich fotografieren kannst, egal welches Backdrop-Material du verwendest.

Fotografieren mit Backdrops und natürlichem Licht

Was Du unbedingt vermeiden solltest, ist frontales Licht, das direkt auf den Hintergrund und/oder Boden strahlt. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Lichtquelle eine Natürliche (Tageslicht) oder eine Künstliche ist (Blitz, daylight-Lampe).
Wenn du natürliches Liocht verwendest, baue Dein Set so auf, dass das Fenster an der Seite liegt.. die dem Fenster gegenüberligende Seite hellst du mit einem Reflektor auf. Das wirkt zum einen sehr natürlich und zum Anderen wirst du auf diese Weise keine Reflektionen auf dem backdrop haben.

Fotografieren mit Backdrops und Blitz oder Tageslichtlampe

Solltest du mit Blitz oder daylight fotografieren, ist es im Grunde nicht anders, als bei Tageslicht. Verwende EINE Lichtquelle, und lass diese seitlich aufs Set strahlen, eher auf das Model, als auf den Hintergrund. Auch hier kann die gegenüberligende Seite mit einem Reflektor aufgehellt werden.

VERWENDE KEINESFALLS zwei sich gegenüberliegende Blitze oder Tageslichtlampen!!! Es gibt keine natürliche Lichtquelle, die von zwei Seiten einstrahlt!!! Geht weg vom Gedanken der typischen Studiofotografie mit perfekt ausgeleuchtetem Hintergrund. Dafür sind backdrops nicht gemacht! Backdrops sollen den Eindruck vermitteln, dass das Foto nicht im Studio, sondern in der darauf abgebildeten Szene entstanden ist. Schafft möglichst natürliche, der auf dem Backdrops abgebildeten Lichtsituation ähnliche Lichtbedingungen in Eurem Studio (achtet auf den Lichteinfall im Backdrop, falls es einen gibt).
Dann wird man auf dem fertigen Foto nicht erkennen, dass mit einem Backdrop gearbeitet wurde!

Backdrop-Trouble? Ein paar Lösungen für Dich

Beim Arbeiten mit Backdrops entsteht auch so manches Problem.
Ich werde hier nach und nach auf alle mir bislang bekannten Probleme eingehen

Hilfe, ich habe meinen Backdrop geknickt!

Es kommt immer mal wieder vor, dass Backdrops, insbesondere die aus Plane (die aus Stoff kann man ja ohnehin ganz leicht bügeln) aus unterschiedlichen Gründen Knicke oder Wellen bekommen.

Sollte dies der Fall sein, kannst Du den Backdrop in den meisten Fällen mit Wärme wieder retten.

Bei leichten Knicken oder Wellen

Meistens genügt es schon, wenn man den Backdrop sehr stramm auf seinen Pappkern wickelt. Also wirklich RICHTIG STRAMM, ohne Luft zwischen den Wicklungen. Das geht am Besten zu zweit. Einer wickelt die linke Seite, einer die rechte. Wenn der Backdrop richtig fest auf der Rolle sitzt, befestige ihn mit einem Haushaltsgummi, damit er sich nicht wieder aufdröselt.
Lege dann den Backdrop mitsamt der Rolle an einen sehr warmen Ort (Heizungskeller, hinter ein Fenster auf das die Sonne scheint, oder, wenn du entsprechenden Platz darin hast, in ein Auto)

Nach wenigen Stunden sollte das Problem sich in Luft aufgelöst haben.

Bei starken Knicken oder Wellen

Sollte die Lösung oben nicht zum gewünschten Erfolg führen, kannst du auch Planenbackdrops rückseitig bügeln. Verwende dazu aber UNBEDINGT eine Zwischenschicht aus Baumwolle, ein Geschirrtuch oder Ähnliches. Halte auf keinen Fall das Bügeleisen direkt auf die Plane! Und stelle das Bügeleisen erstmal auf die allerkleinste Stufe. Wenn diese noch keinen Erfolg bringt, erhöhe Schrittweise die Temperatur ein wenig.
Wenn du mit dem Bügelergebnis zufrieden bist, wickele den Backdrop auf die gleiche Weise wie oben beschrieben noch warm auf einen Pappkern und lasse ihn noch ein wenig an einem warmen Ort ruhen.

Sollten beide Methoden deinen Backdrop nicht wieder richten, benötigst Du wohl einen neuen Backdrop.
Den bekommst du hier <<klick>>

Hilfe, mein Backdrop hängt in Wellen

Hängt dein Backdrop nicht gerade am Hintergrundsystem kannst du Folgendes tun:

Bei der Klammermethode:

Entferne deine Klammern, lege den Backdrop mit der bedruckten Seite nach unten und mit der oberen Kante vom Set weg auf den Boden.
Nimm die Querstange des Hintergrundsystems, lege sie ca 10cm unter den oberen Rand auf den Backdrop und richte sie gerade aus.
Gehe zur Mitte der Stange, lege den Backdrop darum ohne die Stange zu bewegen und befestige den Umschlag mit einer Klammer. Gehe anschließend an den Außenseiten der Stange genauso vor, so dass Du insgesamt 3 Klammern am Backdrop befestigt hast.
Ist der Backdrop sehr breit, kannst du noch weitere Klammern befestigen. Obige Vorgehensweise reicht locker für einen 2m breiten Backdrop.
Hebe nun die Querstange Deines Hintergrundsystems mitsamt des Backdrops auf die Stative des Hintergrundsystems und befestige diese.
Der Backdrop sollte nun gerade hängen.

Beim Aufhängen mit Hohlsaum:

Nimm den Backdrop ab und lege ihn gerade auf den Boden. Schau Dir den Hohlsaum genau an, ob dieser Wellen schlägt oder sonst irgendwie krumm angebracht ist.
Ist der Hohlsaum im Liegen NICHT gerade, oder gar wellig, dann ist der Hohlsaum falsch angebracht worden und Du solltest reklamieren.

Das kommt selten vor, aber es kommt ab und zu mal vor. In dem Falle geht bei uns eine Reklamation völlig problemlos. Schicke uns einfach Fotos des schiefen Hohlsaumes. Aber bitte mindestens ein Foto, auf dem der Hohlsaum im Ganzen zu erkennen ist und gerne noch weitere Fotos, wenn Du denkst, dass diese das Problem besser abbilden. Je genauer Du uns das Problem beschreibst, bzw. dokumentierst, umso einfacher geht der Reklamationsprozess von statten. Das gilt Übrigens für alle Arten von Reklamationen

Katy, Team erdbeerdrops
Ist der Hohlsaum im Liegen gerade, liegt es nicht am Backdrop

Das häufigste Problem, das hier Wellen verursacht, sind die Teleskopstangen der Hintergrundsysteme. Diese biegen sich gerne durch, wenn sie weit ausgefahren sind. Dabei reichen schon wenige Millimeter, damit der Backdrop aufgehängt in sogenannte „Vorhangwellen“ fällt.
Da hilft langfristig nur ein funktionierendes Hintergrundsystem.
Ein sehr gut funktionierendes ist das oben beschriebene Hintergrundsystem von Walimex <<klick>>
Das hab ich persönlich für die Aufhängung von Backdrops benutzt und hatte damit NIE Probleme, auch nicht, wenn ich es auf maximale Breite ausgefahren habe.

Nun aber zur Lösung

Vermutlich hast du grade kein alternatives Hintergrundsystem zur Hand und brauchst schnelle Hilfe:
Gehe wie oben vor und lege Deinen Backdrop mit der bedruckten Seite nach unten auf den Boden und mit der oberen Kante vom Set weg.

Schiebe die Querstange des Hintergrundsystems in den Hohlsaum und ziehe diese
so weit wie möglich an den oberen Rand des Hohlsaumes. Das geht am Besten zu zweit, einer links, einer rechts.
Schau dir nun die Mitte an, ob diese Luft am oberen Rand des Hohlsaumes hat. Falls ja, kannst du den Hohlsaum an der Stelle einfach mit zwei oder mehr Klammern etwas „kürzen“ (nicht die Klammer um die Stange legen, sondern nur den Hohlsaum selber etwas kürzer klammern, ich hoffe, du verstehst wie ich meine. Falls mir noch eine bessere Beschreibung einfällt, werde ich es korrigieren…)
Hänge die Querstange mitsamt des Backdrops auf die Stative des Hintergrundsystems und schau Dir an, ob es schon besser wurde.
Falls das nicht hilft, schiebe die Querstange NICHT durch den Hohlsaum, sondern gehe vor wie bei der Klammermethode und klammere Den Backdrop fest. Du kannst ruhig den Hohlsaum um die Querstange legen, der stört dabei nicht.
Falls alles nichts hilft, ist die Teleskop-Querstange einfach nicht dafür geeignet, schwere Backdrops zu tragen und sollte ersetzt werden.

Hilfe, mein Backdrop hat Flecken

Backdrops aus Plane

Haben Deine Backdrops Flecken, Verunreinigungen von CakeSmash-Shootings, Tierpfoten oder Streifen von Schuhen, kannst Du sie ganz einfach reinigen.
Nimm dazu einfach ein weiches Tuch und Spüliwasser. Bitte lass die Backdrops danach gut durchtrocknen, bevor du sie wieder aufrollst, damit sie nicht gammeln.
Streifen von Schuhsohlen kannst du in der Regel mit dem Finger abrubbeln. Sollte das mal nicht funktionieren oder sich hartnäckige Flecken auf dem Backdrop befinden, kannst du diese vorsichtig mit einem Glitzischwamm reinigen. Ich hatte mal einen Rohrbruch in der Wohnung über meinem Studio. Durch die Decke kam kalkiges Wasser angereichert mit Deckenfarbe und bildete hässliche Flecken und Ränder auf meinem Bodenbackdrop. Der war 4×6 Meter groß und sollte meinen hässlichen Vinylboden im Studio verdecken. Da der Backdrop so ohnehin unbrauchbar war, hab ich ihn kurzerhand mit einem Glitzischwamm saubergeschrubbt. Er hat es überlebt und war danach wie neu! Allerdings war der Backdrop da auch schon etwas älter und der Druck absolut durchgetrocknet. Also immer erstmal vorsichtig an die Sache herangehen und vielleicht an einer unauffälligen Ecke probieren, ob er tatsächlich keinen Schaden davon trägt.

Backdrops aus Textil

Das ÖkoTex kann in die Waschmaschine und kalt bis zu 10 mal gewaschen werden. Hierbei entsteht zwar ein leichter, aber nicht allzu störender Farbverlust. Bitte wasch die Backdrops deshalb nicht mit anderen Textilien und am besten auch nicht miteinander, sondern jeden einzeln.

Beim SpiderTex ist es etwas komplizierter wegen der Klebeschicht und dem rückseitigen Vlies. Hier kannst Du mit einem Fleckentferner Spray vorsichtig versuchen, den Fleck wegzubekommen. Bitte fange auch hier an einer unauffälligen Ecke an und teste, wie das Material auf deinen Fleckentferner reagiert. Generell empfehle ich aber SpiderTex nicht für Shootings, in denen das Material Torten, Tierpfoten oder anderem Schmutz ausgesetzt ist. Für derlei Shootings empfehle ich dir unbedingt das VCC supermatt, dieses ist am strapazierfähigsten von allen unserer Materialien.

Hilfe, ich kämpfe mit Reflektionen auf dem Backdrop

Vorab möchte ich anmerken, dass ich hier natürlich nur die Eigenschaften unserer Materialien beleuchten, kann, andere kenne ich ja nicht. Aber es sei Dir gesagt, in den meisten Fällen liegen Reflektionen an falscher Anwendung, falscher Aufhängung oder ungünstigem Lichtsetup.
Grundsätzlich gilt: Je dunkler der Backdrop, desto matter muss das Material sein.
Bei hellen Backdrops machen Reflektionen selten Ärger, aber auch das kann vorkommen, wenn man das Licht falsch setzt oder ein total minderwertiges Material verwendet. Letzteres gibt es in unserem Shop nicht zu kaufen, weshalb ich darauf gar nicht eingehen werde.

Nochmal kurz zur Erinnerung was die besten Materialien für die verschiedenen Backdropmotive sind:

  • Vinyl kann man für helle Backdrops verwenden
  • VCC supermatt für mitteldunkle bis sehr dunkle Backdrops
  • Textilien, wenn man die Backdrops ausleuchten möchte.

Hat man das beachtet und es treten dennoch Reflektionen auf, kann man die mit einer geringfügigen Veränderung des Sets meistens korrigieren.

Schnelle Abhilfe:

  • Licht niemals frontal auf den Backdrop leuchten, bei Planenbackdrops die Lichtquellen von der Seite kommen lassen
  • Hohlkehlenreflektionen bei Kombis kannst Du vermeiden, in dem Du die Hohlkehle größer legst. Stell Dich vor das Set und ziehe den Boden einfach so lange vom Set weg, bis bei Boden, Hintergrund und Hohlkehle eine homogene Ausleuchtung zu sehen ist. Du siehst das mit blosem Auge. Fixiere den Boden nun mit einem Kreppklebeband (Malerkrepp), damit er nicht mehr zurückrutscht. Möchtest du eine kleinere Hohlkehle, dann mache diese wenigstens ein bisschen größer als zuvor, dann verschwindet auch die Reflektion
  • Natürliches Licht von einem Fenster immer im 90 Grad Winkel von der Seite kommen lassen. Ist das nicht möglich, versuche das Fensterlicht etwas weicher zu machen und nutze einen dünnen weißen sehr lichtdurchlässigen Vorhang, zum Beispiel auf einem zweiten Hintergrundsystem montiert, und stell dieses vor das Fenster, das macht das Licht weicher und mildert Reflektionen.
  • Versuche mit künstlichem Licht so zu arbeiten, als wäre es natürliches Licht. 1 Lichtquelle, von der Seite kommend, gegenüberliegende Seite mit einem Reflektor aufhellen.
  • Solltest du immer noch Reflektionen haben, schicke mir bitte eine Nachricht an info@erdbeerdrops.de und beschreibe das Auftreten der Reflekion genau, schicke mit dazu Bilder der Reflektion und eines des gesamten Sets, bei dem man Lichtquelle und Setaufbau erkennen kann. ich schau mir das dann gerne an und gebe dir indivuiduelle Verbesserungstipps.

Demnächst hier zu lesen:
Hilfe, mein Backdrop stinkt!

Gerne kannst du mir auch Anregungen senden an info@erdbeerdrops.de

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Liebe Grüße
Katy 🙂