Fotografieren mit Backdrops

Backdrops – was ist das überhaupt?

Ihr habt sie alle schon mal gesehen, die tollen Wände und Böden der Fotostudios. Nun, keine davon ist echt. Kein Fotograf hat unzählige Fußbodenbeläge aus Holz in seinem Studio und ebensowenig zig verschiedene Tore, Wände und Dekorationen. Das Geheimnis sind Hintergründe, im Fachjargon backdrops genannt, speziell gemacht für die Studiofotografie. Ich erkläre Euch hier alles zum Fotografieren mit Backdrops.

Backdrops eignen sich für alle Arten der Fotografie, die in Räumen betrieben wird.
Egal ob im professionell eingerichteten Fotostudio oder im kleinen Homestudio, bei den Kunden zu Hause bei Homeshootings, egal ob Abiball- oder Abschlußballfotografie, oder bei Kindergarten- und Schulfotografie, Fashionshootings, Werbefotografie und Produktfotografie: Ein Foto-Hintergrund ist ein unverzichtbarer Helfer für jeden Fotografen.

Mit nur einem Boden und einem Hintergrund (oder einem Kombibackdrop) kann man jede beliebige Szene nachbilden. Böden bestehen meistens aus Holz- oder Steinmotiven. Dem Design der Hintergründe sind keine Grenzen gesetzt. Hier hat man eine große Auswahl an Motiven, was jedem Fotografen einen individuellen Gestaltungsspielraum lässt. Durch die vielen verschiedenen Designs passen sich die Foto-Hintergründe perfekt an Stil und Bedarf jedes Fotografen an.

Es gibt Fotohintergründe in verschiedenen Materialien. Die meist verwendeten sind hier Hintergrundkarton, diverse Planen und Textilien.
Sehen wir uns an, welche Materialien für Studiohintergründe normalerweise zum Einsatz kommen.

Materialien

Backdrops aus Papier

Am Anfang war das Papier. Jeder, der schonmal in einem Fotostudio war um sich fotografieren zu lassen, kennt die alten Studiohintergründe auf Papierrollen, die der Fotograf abrollt und die Kunden darauf ins beste Licht rückt.
Diese gibt es meist einfarbig in hunderten verschiedenen Farbtönen. Der Hintergrundkarton ist dabei auf einen Pappkern gerollt. Die Rollenlänge des Hintergrundkartons ist viel länger, als die Länge, die zu einem Shooting benötigt wird. Somit kann man durch Fußabdrücke oder andere Gebrauchsspuren untaugliche Stücke abschneiden und die Rolle ein wenig weiter abwickeln, um wieder einen unversehrten Hintergrund zu haben.
Der Hintergrundkarton ist sehr anfällig für Verunreinigungen und Schäden des am Boden liegenden Teils. Man sieht Schuhabdrücke, Kratzer, oft auch schwarze Schlieren der Schuhsohlen, die man dann in zeitaufwändiger Retuschearbeit bei der Bildbearbeitung wegretuschieren muss.
Deshalb muss man an Papierhintergründen desöfteren ein großes Stück abschneiden, um wieder einen einwandfreien Hintergrund nutzen zu können.
Hintergrundrollen aus Papier/Pappe sind somit einem starken Verschleiß unterworfen.
Dies ist weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll.
Ausserdem gibt es Papierhintergründe nur in Unifarben, ohne Struktur, ganz plan.


Mit bedruckten Hintergründen sieht das ein bisschen anders aus.

Bedruckte Backdrops

Auch bei den bedruckten Hintergründen gibt es verschiedene Materialien. Diese lassen sich grob in drei Kategorien teilen:

  • Textil-Hintergründe
  • Planen-Hintergründe
  • Drucke auf Platten (Holz, Kappa etc.)

Stoff Backdrops

Fotohintergrund aus Molton-Tuch

Das sich am längsten im Einsatz befindende Material für bedruckte Fotohintergründe ist Molton-Tuch. Diese Art backdrops sind zwar matt und leicht, haben aber das Problem, dass sie auf unbeschichtetem Stoff gedruckt sind, der keine gute Planlage hat. Stoff ist auch nicht abwaschbar, dafür Maschinenwaschbar. Aber die Farben waschen sich aus und man sieht wie bei einer Jeans „Waschkanten“ nach mehrmaligem auswaschen. Ausserdem müssen Moltonbackdrops sehr häufig gebügelt werden, damit sie faltenfrei hängen. Nun stelle man sich vor, man muss eine 2,5×5 Meter große Fläche mit haushaltsüblichen Bügelhilfen vor jeder Verwendung faltenfrei glatt bügeln. Jede Hausfrau wird sich die Haare raufen.

Das Fotografieren mit Backdrops aus Molton ist nicht mehr zeitgemäß, es gibt inzwischen weitaus praktischere Lösungen. Auch die Motivauswahl der Moltonbackdrops gehört oft in eine andere Ära.

Backdrops aus Displaystoff

Display-Stoffe und Fahnen-Stoffe haben zwei große Vorteile. Sie sind zumeist sehr matt und wenig anfällig für Knitter. Ausserdem sind sie geruchsfrei und auch umweltneutral, da sie mit Sublimationsdruck bedruckt werden können. Der Sublimationsdruck ist das umwelt- und gesundheitsschonendste Druckverfahren, das es gibt.
Display- und Fahnenstoffe sind aber in der Regel sehr dünn, was sich wieder negativ auf die Planlage auswirkt. Während sie am Hintergrundsystem noch eine gute Figur machen, liegen Sie auf dem Boden zwar glatt auf, verrutschen aber durch ihre leichte Textur sehr schnell und werfen dann unschöne Falten.
Problematisch wird es, wenn man zum Beispiel in der Newbornfotografie Körbchen und Bettchen darauf verschieben möchte. Das ist einfach nicht möglich.
Ebenso problematisch kann es bei Sitter- oder Kindergartenshootings werden. Die kleinen Wirbelwinde würden den Boden in Wellen legen 🙂

Backdrops aus Display und Fahnenstoff bekommst Du hier <<klick>>
Das Material im Shop heiß: „ÖkoTex
Durch seine feine Struktur ist ein Foto-Hintergrund aus Öko-Tex besonders gut für die Produktfotografie, Fashion-, oder auch Food-Fotografie geeignet. Es ist völlig matt, reflektiert nicht und erlaubt im Gegensatz zu den meisten anderen Materialien ein direktes Anblitzen.
Durch sein umweltschonendes Druckverfahren mit Lösungsfreien Tinten ist es absolut geruchs- und schadstoffrei und erhält daher von mir einen grünen Daumen!

Backdrops aus anderen Textilien

Es gibt diverse andere Texilien, die sich bedrucken und als Backdrop verwenden lassen.
Ein ganz besonderes Material möchte ich noch erwähnen, das SpiderTex.
SpiderTex ist einzigartig.
Es kommt eigentlich aus dem Messebau und ist zum einfachen Verkleben und Wiederablösen gedacht. SpiderTex hat aber auf der Rückseite, zum Schutz der Klebefläche, ein Vlies aufgeklebt. Wenn man das Vlies nicht ablöst, sondern dran lässt, wirkt dieses wie eine Anti-Rutsch-Matte und verleiht dem Material eine für ein Textil beachtliche Stärke.
SpiderTex ist also besonders formstabil und hat durch das Vlies eine außergewöhnlich gute Planlage. Es hängt einwandfrei am Hintergrundsystem und ist mit der Klammermethode zu befestigen.

Das Arbeiten mit Licht und Blitz stellt kein Problem mehr da, da SpiderTex absolut reflektionsfrei ist. Außerdem ist es geruchsfrei, dünstet keine Schadstoffe aus und ist mit dem umweltfreundlichsten aller Druckverfahren bedruckt.

SpiderTex ist DER Stoff für Dein Studio, der die Fotografie mit Studiohintergründen revolutioniert.
Hier kannst du mehr über dieses außergewöhnliche Backdrop-Material lesen <<KLICK>>

Backdrops aus Planenmaterialien

Backdrops aus Vinyl

Das inzwischen am häufigsten verwendete Material für Fotohintergründe ist Vinyl.
Dieses Material ist oft nichts anderes, als LKW Plane.

Vinyl hat eine sehr gute Planlage und lässt sich auch hervorragend am Hintergrund-System befestigen. Durch seine hohe Grammatur hängt und liegt es sehr gerade und zumeist faltenfrei.
Für das Fotografieren mit hellen, kleinen Backdrops ist Vinyl durchaus eine Alternative.
Mit zunehmender Größe und abnehmender Luminanz jedoch können Probleme auftauchen.

Vorsicht beim Vinyl-Backdrop-Kauf

Das größte Problem bei sehr günstigen Vinylbackdrops ist, dass sie oft reflektieren. Ein Foto-Hintergrund aus Vinyl hat eine glatte Oberfläche, der oft satte Farbauftrag tut sein übriges und man hat schnell hässliche Reflektionen auf seinen Fotos, die die Illusion des simulierten Raumes oder der simulierten Szene zerstören.

Ein zweites Problem ist, dass LKW-Vinyl-Planen nicht für den Einsatz in Räumen gemacht sind. Vielen Materialien fehlt die B1-Brandschutzzertifizierung, was einen rechtssicheren Einsatz im Studio, auf Messen, Veranstaltungen, in Schulen oder Kindergärten ausschließt.

Das dritte Problem ist der Geruch. Vinyl ist ein mit Chlor hergestelltes Produkt, welches eigentlich nicht für die Anwendung in Räumen gedacht ist. Deshalb können die Ausdünstungen schonmal ein ganzes Studio verpesten. Klar, auch dieser Geruch verfliegt irgendwann, man sollte Vinylbackdrops aber auf jeden Fall vor der Anwendung in einem gut belüfteten Raum ausdünsten lassen.

Achte auf hochwertige Vinyle

Es gibt zahlreiche Shops im In- und Ausland, die Vinylbackdrops verschiedener Qualität anbieten. Vinylbackdrops sind häufig günstig im Preis, da es Planenvinyl oft schon in sehr billiger Ausführung gibt. Abstriche bei der Qualität und daraus folgend Abstriche bei der Fotografierbarkeit muss man hierbei allerdings in Kauf nehmen. Gerade Vinylhintergründe aus den europäischen Billiglohnländern, aus Fernost und aus Übersee sind erfahrungsgemäß mit Vorsicht zu geniessen.

Aber nicht alle Vinylbackdrops sind schlecht. Es gibt inzwischen auch hochwertige Vinyle, die weder reflektieren, noch stinken und sogar eine B1-Brandschutzzertifizierung besitzen. Diese hochwertigen Vinyle haben allerdings auch Ihren Preis.

Vorsicht ist bei vermeintlichen Billig-Schnäppchen geboten: Wer billig kauft, kauft oft zweimal.
Die Studiohintergründe aus Vinyl von erdbeerdrops haben eine solide Qualität.
Diese bekommt ihr hier <<klick>>

Backdrops aus Vinyl-Coated-Canvas (VCC)

Ein Material, dass sich sehr gut bewährt hat, ist Vinyl-Coated-Canvas (VCC).
Die Basis eines solchen Fotohintergrundes ist ein Viskose-Gewebe, dieses wird beidseitig hauchdünn mit Vinyl überzogen.
Mit dieser Technik hat man alle der oben genannten Probleme beim Fotografieren mit Backdrops ausgemerzt.
VCC Backdrops knittern nicht (wie Molton-Tuch). Sie sind Abwaschbar und unanfällig gegen Verschmutzungen (im Gegensatz zu Papier). Die dünne Vinylschicht dünstet nicht aus (wie bei Fotohintergründen aus Vinyl) und doch macht sie den Fotohintergrund stabil, haltbar und für den Einsatz im Studio oder mobilen Studio optimal. Durch die rauere Oberfläche werden ausserdem Reflektionen vermindert, da das einfallende Licht gebrochen wird. Ausserdem ist VCC leicht an Gewicht und daher auch leicht zu handeln. Backdrops aus VCC können problemlos auch in großen Größen von einer einzelnen Person aufgehängt werden.
Da dieses Material aus dem Messebau kommt, ist eine B1 Brandschutzzertifizierung standard.

VCC ist sehr strapazierfähig. Es verträgt ebensogut Cakesmash- und Bade-Shootings, wie Schuhe, Tierpfoten und kleine Wirbelwinde, die im Set toben. Es ist sehr kratzfest, beständig gegen alle möglichen Strapazen. Sollte es doch mal knicken, kann man den Knick in den meisten Fällen mit Wärme entfernen (Siehe Tipps im Notfall)
Ausserdem liegt es sehr plan und hängt gerade und faltenfrei am Hintergrundsystem. Man kann es mit Hohlsaum oder Klammern aufhängen.
KURZ: Das VCC ist ein echter Allrounder
Backdrops aus VCC bekommt ihr hier <<klick>>

Fazit

Das besten für Studiofotografie geeigneten Materiaislien sind:

  • Für bewegte Shootings, wie Kindergarten oder Sittershootings, Tiershootings u.ä. eignet sich das VCC am Besten. Es liegt stabil, hängt gerade und ist vor allem abwaschbar.
  • Für Portraitshootings, Newbornshootings, und alle Shootings, bei denen man mit Licht und Blitzen arbeiten möchte, wie man will ist das SpiderTex die beste Wahl.

PhotoBoards (bedruckte Platten für Objektfotografie, Produktfotografie, Foodfotografie etc.)

Zum Schluß möchte ich Euch noch etwas über PhotoBoards erzählen.

Diese sind kleinere, bedruckte Platten, die sich besonders für die Fotografie jeglicher Objekte eignen.
Sie sind auf stabilem Hartschaum gedruckt, der beidseitig bedruckt wird.

Mit nur zwei Platten kann man ganz easy ein Set aufbauen, ganz ohne Hintergrundsystem oder teure Halterungen, Fotoboxen etc.
PhotoBoards sind außerdem matt und vertragen es, nach Belieben ausgeleuchtet zu werden ohne unschöne Reflektionen.
Sie eignen sich allerdings nur für Gegenstände. Das Gewicht von Menschen würden sie nicht überstehen, sie bekämen Druckstellen.
Für Flatfotografie, Produkt- Food- und Objektfotos sind sie aber die ultimative und preisgünstige Lösung.
Zu unseren PhotoBoards geht es hier lang <<klick>>


Fotografieren mit Backdrops
Fotohintergründe in der Anwendung

Einzelbackdrops vs. Kombis (all-in-one)

Einzelbackdrops

Einzelne Fotohintergründe können sowohl als Hintergrund, als auch als Boden verwendet werden. Ob es mehr Sinn macht, einen Hintergrund auf den Boden zu legen, oder als Wand zu benutzen, ist immer ein bisschen Motivabhängig. Während man Holzhintergründe sowohl als Boden, als auch als Foto-Hintergrund nutzen kann, sind die meisten Motiv-Backdrops eindeutig als Hintergrund einzusetzen.
Um ein vollständiges Set zum Fotografieren mit Backdrops aufzubauen, benötgigt man auf jeden Fall zwei Fotohintergründe.
Den Backdrop, den man als Hintergrund verwenden möchte, befestigt man am Hintergrundsystem (Anleitung siehe hier) und hängt ihn so auf, dass der untere Rand mit dem Boden abschließt. Er sollte dabei den Boden berühren, aber nicht darauf liegen.
Den Hintergrund, den man als Boden (Floordrop) benutzen möchte, legt man auf den Boden und schiebt ihn etwas unter den Rand des Backdrops.
Den Übergang kann man dann mit einer herkömmlichen Fußbodenleiste kaschieren. In manchen Fällen ist der kleine Spalt im Übergang aber auch sehr charmant. Besonders wenn man mit zwei Holzhintergründen, einen als Backdrop, einen als Floordrop, arbeitet. Das vermittelt dann den Eindruck echten Holzes.
Der wohl unumstrittenste Vorteil von Einzelbackdrops ist, dass man sie immer wieder nach Herzenslust neu kombinieren kann und somit mit der Zeit eine sehr große Anzahl an möglichen Backdropkombinationen und damit simulierten Szenen hat.

Kombi-Hintergründe (All-In-One)

Bei einem Kombi-Foto-Hintergrund sind Backdrop und Floordrop an einem Stück gedruckt.
Hierbei gibt es zwei Varianten, Kombi-Hintergründe mit fließendem Übergang und Kombi-Hintergründe mit klar getrennter Kante zwischen Back- und Floordrop.

Kombi-Hintergründe mit fließendem Übergang

Bei dieser Art Kombihintergründe ist keine klar erkennbare Trennung zwischen Boden und Hintergrund vorhanden. Der Boden geht fließend in den Hintergrund über.
Dies kann bei einfarbigen, oder vollflächig gemusterten backdrops der Fall sein, oder aber auch bei gefadeten Backdrops, bei denen der Boden wie im Nebel verläuft, weshalb diese Art Backdrops auch oft „Nebeldrops“ genannt werden. Auch bei manchen Szenen-Hintergründen ist ein nahtloser Übergang vorhanden.

Beispiele von links nach rechts:
vollflächig gemustert, gefadet (Nebelbackdrop), Szenenbackdrop

Kombi Backdrops mit Hohlkehle
vollflächig gemustert, gefadet (Nebelbackdrop), Szenebackdrop

Diese Kombi-Fotohintergründe legt man am Besten in einer großzügigen Hohlkehle. Dazu befestigt man den Hintergrund an der Querstange des Hintergrundsystems und stellt die Höhe auf etwas weniger als halbe Backdropgröße ein. Bei einem 150x300cm Backdrop müsste man die Höhe der Querstange demnach auf ungefähr 140-145 cm einstellen.

Anschließend zieht man das auf dem Boden liegende Ende des backdrops so lange vom Hintergrund weg, bis man mit bloßem Auge erkennen kann, dass die Helligkeit von Hintergrund, Hohlkehle und Boden eine gleichmäßige Ausleuchtung hat. Den Bodenteil fixiert man dann am Besten mit einem Kreppklebeband, damit er nicht zurückrutscht.

ACHTUNG: Stelle sicher, dass Dir beim Shooting niemand in die Hohlkehle tritt und das gesamte Hintergrundsystem umwirft.

Kombi-Hintergründe mit klar getrenntem Boden- und Hintergrundteil

Diese Hintergründe sind eigentlich wie zwei Einzelhintergründe, nur am Stück gedruckt. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht kaschieren muss, um den Übergang auf dem späteren Foto unsichtbar zu machen. Man benötigt keine Fußleiste und der Hintergrund kann nicht durch Luftbewegungen beim Shooting „weggewedelt“ werden. Die Retuschearbeiten werden somit weniger.
Bei diesen Hintergründen kann man nahezu alles miteinander kombinieren. Hier ein paar Beispiele:

Kombi-Backdrops mit Boden
Kombi-Fotohintergründe mit klar abgegrenztem Boden- und Hintergrundteil

Diese Kombis sollte man AUF KEINEN FALL mit einer Hohlkehle legen! Jede auch noch so kleine und knappe Hohlkehle bewirkt eine Hohlkehlenreflektion und man sieht ganz deutlich, dass es backdrops sind und keine echten Szenen.
Diese backdrops verwendet man am Besten geknickt. Dazu legt man sie mit der bedruckten Fläche nach oben auf den Boden und faltet sie einmal mittig (oder eben an der Übergangskante, wenn diese nicht mittig ist) mit einem scharfen Knick. Hierzu kann man sich ruhig ein Holzstückchen oder ein Holzlineal zu Hilfe nehmen, um den Knick richtig scharf zu machen. Hängt man dann den Hintergrundteil ans Hintergrundsystem fällt der Fotohintergrund in einem wunderbaren 90° Winkel.

Kombihintergründe haben zwar feste Böden und Hintergründe, aber auch hier kann man variieren, in dem man einen zweiten Boden über den der Kombi legt, oder den Kombibackdrop seitenverkehrt mit dem Boden Richtung Set legt und als Hintergrund einen weiteren Backdropp verwendet.

Benutzt man für die Aufhängung Klammern, kann man auch mehrere backdrops übereinanderhängen.

TIPP: die unbedruckte Rückseite eines hellen backdrops kann man prima als weißen Fotohintergrund verwenden.

Die richtige Backdrop-Größe

Immer wieder werde ich nach der passenden Größe für dieses und jenes Shooting gefragt.
Backdrops gibt es bei uns ja bereits ab einer Größe von 70×70 cm und nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt. Ok, die Rollenbreite der Materialien setzt hier eine natürliche Grenze, aber einige unsere Materialien können auch zu richtig großen Feldern vernäht oder verschweißt werden. Mit VCC und ÖkoTex ist das kein Problem.
Das VCC kann bis zu einer Breite von 4,80 und einer Länge von nahezu 10 Metern bedruckt werden.
Ebenso das Vinyl wobei ich letzteres aufgrund des enormen Gewichtes eher nicht empfehlen würde.

Unsere beiden Textilien können bis auf 3 Meter an der kürzeren Seite bedruckt werden. Länge: auf jeden Fall ausreichend!

Welche Größe für welches Projekt?

  • Business-Portraits und Bewerbungsfotos oder generell Headshots reicht 150×150 cm aus. 150×200 empfehle ich, wenn man Oberkörperportraits aufnehmen möchte.
  • Die ganz kleinen Fotohintergründe von 70x70cm und 100x100cm sind für Produkt-, Food-, und Objekt-Fotografen gedacht.
  • Ab 100cm eignet sich ein Backdrop schon für Newbornfotos (Flatfotografie). Hierbei wird das kleine Wesen in Detailaufnahmen aus der Vogelperspektive fotografiert. Mit 125×125 cm geht das etwas komfortbaler.
  • Ab 150x150cm sind Fotohintergründe schon für die Newbornfotografie am Hintergrundsystem geeignet. Auch für Sitter-Fotos reicht im Grunde 150x150cm aus. 175x175cm und 200×200 cm bieten hier aber deutlich mehr Komfort.
  • Ab dem Krabbelalter, wenn die Kleinen mobil werden, empfehle ich 200×200 cm für Boden und Hintergrund. Und man sollte spätestens jetzt anfangen, sich über den Erwerb eines Kombihintergrundes Gedanken zu machen. Warum? Lies den folgenden Stichpunkt.
  • Für Kindergarten- und Schulfotografie haben sich Kombibackdrops bewährt, da diese keinen Spalt zwischen Boden und Hintergrund haben und der Hintergrund nicht „verwedeln“ kann. Gerade bei den Wildfängen im Kindergarten, die auch gerne mal durch ein Set TOBEN, spart das jede Menge Retuschearbeit 🙂
  • Die beste Größe für Kindergärten und Schulen ist 200×400 cm. Wenn man nun ein Gymnasium fotografiert, sollte man über einen höheren Hintergrund nachdenken, denn Gymnasiasten, gerade die männlichen, sind mitunter schon recht groß. Durch die perspektivische Verzerrung müssten die jungen Männer recht nah am Hintergrund stehen, damit der Hintergrund optisch noch über den Kopf hinausreicht. Hier sind auf Wunsch auch Zwischengrößen möglich, bei denen der Bodenteil 200cm tief, aber der Hintergrundteil 250cm hoch ist. Wenn man nur Sitzfotos macht, muss man sich darüber aber keine Gedanken machen.
  • Für Familen- oder Weihnachts-Shootings und Ganzkörperportraits von Erwachsenen, auch Schwangeren ist 250x500cm die optimale Größe. Oder wahlweise 2 Teile á 250x250cm, je eines für Boden und Hintergrund. Je nach Motiv ist auch 300×200 im Hintergrund und 300×200 im Boden sehr vorteilhaft. Gerade bei Weihnachtshootings macht dies bei manchen Motiven Sinn.
  • Für Business-Portraits und Bewerbungsfotos oder generell Headshots reicht 150×150 cm aus. 150×200 empfehle ich, wenn man Oberkörperportraits aufnehmen möcht

Die Motivauswahl des Backdrops

In dem Dschungel aus verschiedenen Backdrop-Motiven kann man sich schonmal verlaufen.
Ob man nun einen Struktur- oder Motiv-Backdrop wählt, kommt aber ganz darauf an, was man fotografieren möchte.
Die Faustregel bei der Motivauswahl lautet: Wer viel dekorieren möchte, wählt einen schlichten Backdrop, wer sich eine Dekoflut ersparen möchte, kann mit einem Motivbackdrop arbeiten.
Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Motiv-Weihnachtshintergründe zum Beispiel reduzieren zwar die Anzahl der benötigten Dekoobjekte deutlich, aber sie sehen mit ein paar dazugestellten Elementen erst richtig gut aus.
Aber… Weihnachten ist ja nicht alle Tage und deshalb ist das wichtigste bei der Motivauswahl, dass das Backdrop-Motiv zu Deinem fotografischen Stil passt.
Motive mit Strukturen, Batikmuster und unifarbene Backdrops sind universell und nahezu für jedes Shooting einsetzbar.
Auch Backdrops mit verschiedenen Wänden, Steinen oder Toren machen sich gut und sind sehr neutral.

Alles andere ist reine Geschmackssache.

Noch ein paar Tipps:

Newbornfotos:

Achte darauf, dass die Elemente eines Backdrops nicht zu groß sind und sich das Hauptmotiv des Backdrops im unteren Bereich befindet, aber nicht ganz am Boden. Schön ist hierbei, wenn das Backdrop Motiv dein Set mit dem Neugeborenen „umrahmt“

Kindergarten- und Schulfotografie:

Achte auf die Farbauswahl des Backdrops. Die Kiddies oder Schüler kommen mit Kleidung in allen möglichen Farbtönen an. Der Farbton des Hintergrundes muss zu allen möglichen nur erdenklichen Farben der Kleidungsstücke passen und sich nicht mit ihnen beißen.

Eventfotografie:

Nimm etwas Neutrales! Bunte Hintergründe und auffällige Motive entsprechen nicht Jedermanns Geschmack.

Produktfotografie / Foodfotografie / Objektfotografie:

Hier eignen sich besonders gut Holz und Stein-Motive, Marmor, Beton, oder auch strukturierte Backdrops, wie Batikmotive oder unifarbene Motive mit ganz leichter Struktur

Setaufbau mit Backdrops

Da diese Art Fotohintergründe in der Regel nur als bedruckte „Plane“ seitens der Hersteller geliefert werden, benötigt man noch ein paar weitere „Zutaten“, um Backdrops auch einsetzen zu können.

Als erstes braucht man eine Aufhängung. Dazu genügt ein herkömmliches Hintergrundsystem (Zum Beispiel von Walimex). Dieses bekommt man in jedem Fotofachgeschäft, oder auch bei Amazon.

An den Querstangen eines Hintergrundsystems befestigt man dann die backdrop-Plane.

Aufhängen mit Klammern

Mit mindestens zwei Klammern, besser drei oder auch vier, je nach Breite des Backdrops, kann man den Fotohintergrund dann am Hintergrundsystem befestigen.

Hierbei ist auf eine gleichmäßige Höhe und faltenfreie Aufhängung zu achten. Es kann jederzeit nachjustiert werden.

Backdrops mit Klammern befestigen
Befestigung mit Klammern

Aufhängen mit Hohlsaum

Ein Hohlsaum bei einem Foto-Hintergrund ist eine Schlaufe am oberen Rand des backdrops. Dabei wird ein Stück Material umgeschlagen und verklebt oder vernäht.
In der Regel befindet sich dabei das komplette Motiv des Hintergrundes auf der Vorderseite des Backdrops, alles was nach hinten umgeschlagen wird ist unbedrucktes Material, damit nichts von der Größe des Motives verloren geht.
Durch die so entstandene Schlaufe kann man die Querstange des Hintergrundsystemes ziehen und den Foto-Hintergrund so ganz einfach aufhängen.

Backdrops mit Hohlsaum
Aufhängung mit Hohlsaum

Anja Kuhn im Interview zum Fotografieren mit Backdrops von erdbeerdrops:

„Als ich die reflexionsfreien erdbeerdrops aus beschichtetem Canvas-Gewebe kennenlernte, war ich begeistert von der Vielfalt an Hintergründen und Böden. Eine Invasion vieler Ideen schwirrte in meinem Kopf herum. Mittlerweile habe ich eine ganze Kompanie an erdbeerdrops eingekauft.
Die Bestellung im Shop funktioniert reibungslos und wird sorgfältig bearbeitet. Auch Kundenwünsche werden rasch bearbeitet.
Geliefert werden die Backdrops und Floordrops auf einer dicken, stabilen Papprolle, die auch hinterher gut zur Aufbewahrung genutzt werden kann. Während des Postwegs sind die erdbeerdrops mit einem Kunststoffgewebe verpackt. Zusätzlich werden die Seitenteile perfekt geschützt, so dass keine Knitter im Gewebe entstehen können. Die Lieferung erfolgt sehr zügig, da die erdbeerdrops ohne Umwege direkt vom Hersteller zum Kunden geschickt werden.

Einfache Aufhängung

Die Floordrops werden einfach auf den möglichst teppichfreien Boden gelegt. Es ist ohne weiteres möglich mehrere Floordrops übereinander zu legen. Hierbei konnte ich noch nicht feststellen, dass ich gerutscht bin, obwohl ich bei Kunden zu Hause sehr gern ohne Schuhe fotografiere.
Als Aufhängung für die Backdrops nutze ich ein stabiles Hintergrundsystem, dabei wird eine Teleskop-Querstange auf zwei höhenverstellbare Stative geschraubt.
erdbeerdrops bietet dazu zwei verschiedene Möglichkeiten an: ein ebenflächiges Gewebe oder ein Backdrop mit Hohlsaum. Beide lassen sich an einem Hintergrundsystem befestigen.

Für die Hohlsaum-Variante schiebt man die bestehende Stange des Hintergrundsystems durch den entstandenen Tunnel am Backdrop. Hierzu benötigt man ein wenig Platz und am besten vier Hände, damit die Stange grade durch den Backdrop gleiten kann.

Bei der einfachen Backdrop-Variante nutze ich sogenannte Leimzwingen (oder auch bekannt als Holzklemmen) zum Befestigen. Diese gibt’s hin und wieder als Megapack in diversen Discountern oder einzeln im Baumarkt.  

Für die Backdrop-Aufhängung nutze ich zwei Leimzwingen einmal rechts, einmal links. Nach einmaliger, straff gezogener Aufhängung verrutscht nichts mehr und die Backdrops hängen ohne Falten und Wölbungen an der Stange.  

Bei sehr vielen Motiven und/oder Böden macht eine Bodenabschlußleiste (aus dem Baumarkt) einen sehr guten Eindruck. Diese befestige ich ebenfalls mit Leimzwingen. Ich nutze sie auch dazu, um die Leiste an den Backdrop zu „heften“.  

Die Befestigung einer Fußleiste dient nicht nur der guten Optik. Sie beschwert den Backdrop gleichzeitig und lässt ihn damit grade runter hängen. Bei einer guten Befestigung kann dieser nicht wabbelig an der Stange hängen. Man kann die Fußleiste zur Beschwerung auch HINTER den backdrop klemmen. So ist sie unsichtbar und trennt nicht optisch Boden von Hintergrund.

TIPP: sollte aus irgendwelchen Gründe der Hintergrund nicht genau an der Bodenleiste haften und sich dadurch nach hinten wölben, müssen die Leimzwingen neu justiert werden. Andernfalls hilft es auch, von hinten ein Kirschkernkissen oder ähnliches gegen den Backdrop zu legen.

Aufbewahrung:
Ich empfehle, erdbeerdrops stets liegend auf der mitgelieferten Papprolle oder auf Wasserrohre aus dem Baumarkt aufzubewahren. So rutscht das Gewebe auf der Rolle nicht nach unten und Kanten werden durch die waagerechte Aufbewahrung geschützt.
Damit Ihr Eure erdbeerdrops auseinanderhalten könnt, befestigt ein Foto mit dem jeweiligen erdbeerdrop-Design an der Seite mit einer Büroklammer.

Anja Kuhn

Das richtige Hintergrundsystem

Ein eklatant wichtiges Zubehör für die Arbeit mit Fotohintergründen ist das richtige Hintergrundsystem.
Am Besten eignen sich portable Hintergrundsysteme mit zwei Lampenstativen und einer Hintergrundstange.
Diese gibt es zumeist mit Teleskopstangen, die man auf eine Hintergrundbreite bis über 4 Meter ausziehen kann.
Genau darin liegt aber die Tücke!
Je weiter die Hintergrundstange ausgefahren ist, umso instabiler wird sie durch das Teleskopsystem. Sie hängt in der Mitte durch und gerade bei Foto-Hintergründen mit Hohlsaum entstehen dann häßliche Vorhangwellen. Je größer und schwerer der Studio-Hintergund, um so stärker die Biegung der Stange .

Wie meine inzwischen 8 jährige Erfahrung zeigt, nützt es auch nichts, ein Hintergrundsytem eines namhaften und ansonsten qualitativ sehr hochwertigen Herstellers zu verwenden. Auch wenn diese Hintergrundsysteme ihren Preis haben, sind sie für Fotohintergründe aus Stoff, Vinyl, VCC und Ökotex nicht optimal geeignet.


Die Lösung

Lange bevor ich mich mit backdrops beschäftigte und noch selbst fotografierte, hab ich mir ein Hintergrundsystem gekauft.
Dieses funktionierte tadellos. Als der Trend backdrops von den USA nach Europa schwappte und ich den ersten Backdrop-Shop Europas ins Leben rief, fiel mir oft auf, dass meine Hintergründe in egal welcher Breite perfekt am Hintergrundsystem hingen, während die unserer Kunden oft Vorhangwellen schlugen. Meistens sah man es schon auf den „Beweisfotos“ die mir die Kunden schickten, um die Wellen zu belegen.. die Querstange hing massivst durch!
Schnell war mir klar, es liegt am Hintergrundsystem! Meines war völlig anders aufgebaut, als alle Hintergrundsysteme, die ich sonst kannte. Ich suchte und suchte und fand es einfach nicht wieder… Neulich, GANZ ZUFÄLLIG, hab ich es beim googlen in einem Shop gefunden.

Es ist ein Walimex System mit einer Querstange, die eine Kombination aus einem Steck- und Teleskop-System ist. Durch den besonderen Aufbau der Querstange des Hintergrundsystems wird ein Durchhängen der Querstange verhindert und damit auch, dass Backdrops diese unscxhönen vorhangwellen bekommen.
Den Link dazu bekommt ihr in Kürze 🙂


Lagerung von Backdrops aus Plane

Einen Fotohintergrund aus einem Planenmaterial bewahrt man am besten gerollt auf.
Die Backdrops von erdbeerdrops werden gerollt geliefert, auf einem stabilen Pappkern. Dieser eignet sich auch perfekt zur Lagerung.
Hierbei sollte man beachten, dass der backdrop stramm auf den Kern aufgewickelt ist, ohne Luft dazwischen und eventuelle Hohlsäume immer aussen sind.
Bestellt man mehrere Backdrops auf einmal, werden die auf einem einzigen Pappkern geliefert. Möchte man alle seine Backdrops einzeln aufbewahren, eignen sich dafür prima Abflußrohre aus dem Baumarkt. Die kosten nicht viel und es gibt sie in ähnlicher Dicke, wie die Pappkerne. Die Abflußrohe haben überdies den Vorteil, dass sie an einem Ende dicker sind, was das Abrutschen der Fotohintergründe und damit ein Zerdrücken der Kanten verhindert.

Planenbackdrops immer gerollt lagern

Hat man ausreichend Platz, lagert man die backdrops auf ihrem Kern am besten stehend, an einer Wand angelehnt.

Im Laufe der Zeit haben viele Fotografen mit der ihnen eigenen Kreativität weitere unterschiedliche und sehr praktische Lösungen gefunden, um die immer größer werdende Backdrop-Sammlung in ihrem Studio unterzubringen.

Platzsparende Aufhängung gerollter Fotohintergründe

Ein paar Beispiele möchte ich Euch hier noch zeigen.

Backdrops richtig aufbewahren
Aufhängung mit Leimzwingen
Bild © Tessa Trommer

Beim obigen Beispiel wurden Mini-Leimzwingen an Holz-Leisten geschraubt und die Holzleisten an der Wand besfestigt. An den Leimzwingen kann man die Backdrops knapp eingerollt und ohne Kern in der Mitte aufhängen. Sie bekommen dadurch, dass sie frei hängen, keinerlei Druckstellen und sind immer sofort einsatzbereit.
Auf diese Weise kann man platzsparend eine Menge Fotohintergründe verstauen.

Achtet darauf, dass die Mini-Leimzwingen eine weiche Gummipolsterung an der Zange haben, damit die Backdrops keinen Schaden nehmen.

Es gibt Mini-Leimzwingen, die im Griff oben schon ein vorgebohrtes Loch besitzen. Diese sind optimal, da man die Leimzwingen durch dieses Loch ganz einfach auf der Holzleiste festschrauben kann.

Sollte eure Sammlung an Studiohintergründen so groß werden, dass der Platz nicht mehr ausreicht, hat uns die liebe Stephanie mit einer weiteren genialen Idee versorgt.

In Ihrem Beipsiel werden die Backdrops auf dünne Plastikrohe gerollt und mitsammt der Rohre an den Leimzwingen befestigt.
Und weil eine Reihe Fotohintergründe für die stattliche Sammlung von Stephanie nicht ausreichte, hat sie eine zweite Reihe mit Abstandshalter darüber eingefügt. Oben vorne hängen nun die kleineren Backdrops, während unten dahinter die Größeren hängen.

Stephanie hat uns eine bebilderte Bauanleitung mitgeliefert

Halterung für Backdrops selber bauen

Lichtsetzung mit Backdrops

Backdrops und Lichtsetzung sind eine Wissenschaft für sich. Wer bislang nur mit Papierhintergründen gearbeitet hat, wird sich umstellen müssen. Aber es lohnt sich und grundsätzlich ist auch mit Lichtsetzung jede Art von backdrop fotografierbar. Worauf es ankommt, ist das richtige Material.

VCC ist leichter zu fotografieren, als jegliche Art von Vinyl, egal wie gut es angepriesen wird. Dennoch muss man zumindest bei sehr dunklen backdrops auf die Lichtsetzung achten. Öko-Tex hingegen verzeiht beinahe alles.

Nun aber ein paar Tipps, wie du so reflektionsfrei wie möglich fotografieren kannst, egal welches Backdrop-Material du verwendest.

Fotografieren mit Backdrops und natürlichem Licht

Was Du unbedingt vermeiden solltest, ist frontales Licht, das direkt auf den Hintergrund und/oder Boden strahlt. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Lichtquelle eine Natürliche (Tageslicht) oder eine Künstliche ist (Blitz, daylight-Lampe).
Wenn du natürliches Liocht verwendest, baue Dein Set so auf, dass das Fenster an der Seite liegt.. die dem Fenster gegenüberligende Seite hellst du mit einem Reflektor auf. Das wirkt zum einen sehr natürlich und zum Anderen wirst du auf diese Weise keine Reflektionen auf dem backdrop haben.

Fotografieren mit Backdrops und Blitz oder Tageslichtlampe

Solltest du mit Blitz oder daylight fotografieren, ist es im Grunde nicht anders, als bei Tageslicht. Verwende EINE Lichtquelle, und lass diese seitlich aufs Set strahlen, eher auf das Model, als auf den Hintergrund. Auch hier kann die gegenüberligende Seite mit einem Reflektor aufgehellt werden.

VERWENDE KEINESFALLS zwei sich gegenüberliegende Blitze oder Tageslichtlampen!!! Es gibt keine natürliche Lichtquelle, die von zwei Seiten einstrahlt!!! Geht weg vom Gedanken der typischen Studiofotografie mit perfekt ausgeleuchtetem Hintergrund. Dafür sind backdrops nicht gemacht! Backdrops sollen den Eindruck vermitteln, dass das Foto nicht im Studio, sondern in der darauf abgebildeten Szene entstanden ist. Schafft möglichst natürliche, der auf dem Backdrops abgebildeten Lichtsituation ähnliche Lichtbedingungen in Eurem Studio (achtet auf den Lichteinfall im Backdrop, falls es einen gibt).
Dann wird man auf dem fertigen Foto nicht erkennen, dass mit einem Backdrop gearbeitet wurde!